Doch nochmal Amerika

Posted September 14, 2009 by sechstagebismorgen
Categories: Ablenkung, Geselschaft

Ok der nächste Artikel kommt früher als Gedacht, aber nach dem ich meine USA Reisetagebuch dermaßen vernachlässigt habe hier wenigstens noch ein kleine Bericht.

Wir sind wie schon erzählt in San Fran gelandet und von da aus direkt auf ein Hippie Festival gefahren.

Danach waren wir erst mal eine Woche bei P. in der J.O. krank geworden ist. Naja vielleicht war es doch nicht so schlecht das ich das Festival verschlafen habe, ich blieb nämlich gesund. Dadurch war ich die ersten Abende ein wenig auf mich gestellt, was nicht so schlimm war ich hatte ja P. an meiner Seite. Und all die anderen Menschen haben mich freundlich aufgenommen. Ich musste feststellen das durch das angehobene Trinkalter von 21 die Partykultur sich von der deutsche unterscheidet. Hatte ich mich von Trinkspielen noch nie begeistern lassen (ein genossenes Bier ist ein besseres Bier), hatte ich auch gedacht das mensch dies mit dem Alter von 17 bis 18 Jahren hinter sich lässt, Pustekuchen, hier war mensch sogar noch Kreativer im erfinden von Trinkspielen. Vielleicht liegt das daran das mensch nicht wirklich auf Partys gehen kann.

Nachdem wir die erste Woche mit chillen und Hauspartys verbracht haben und J.O. wieder fit wurde unternahmen wir einem Trip auf zu einem See ca. eine Stunde von Arnold entfernt. Wir zelteten auf einer Insel auf dem See, was ziemlich nett war.

In der nächste Woche besuchten wir den Nationalpark Yosemite, einem sehr schönem Areal was aber voll von Touris war. Hier begann ich zu verstehen warum viele der Menschen hier der Idee des Lokalism verfallen waren. Einer Bewegung die forderte das wir uns alle in Kommunen zurück ziehen und aufgrund von Subsistenzwirtschaft mit der Natur im einklang leben. Nachvollziehen konnte ich es dennoch nicht.

Das nächste Wochenende sind wir dann nach Santa Cruz wo A. studiert hat. Ein Stadt voller Neo-Hippies. Aber dennoch ganz nett. Unsere nächste Station war ein Haus in der Nähe von San Jose wo wir Freunde von A. besuchten. Hier lernte ich einige Menschen kennen die sich dem Organic Movement (mein Persönlicher Name für die Bewegung) verschrieben haben, einer Öko-Hippie Bewegung, die mich ans Wendland erinnert hat. Lustige Menschen, mit politischem Interesse und Verständnis. Dadurch und durch das vegane Essen, fühlte ich mich ein wenig an die Szene zu Hause erinnert, was sehr gut Tat. Am nächsten Tag gings dann wieder nach Hause, nur um dann zwei Tage später nach Humbold county zu fahren. In J. Haus. Welches dank dem californischem Gesundheitssystem mit einem outdoor und einem indoor Growhouse ausgestattet war. Humbold ist ist im gegensatz zu Calavers county mehr grün und das Klima ist kälter. Was sehr angenehm war. In Arcata, der Stadt wo wir verweilten war es fast immer bewölkt, was mich stark  an Hamburg erinnert hat.

Nach Arcate sind wir auf ein weiteres Festival gefahren. Reagge juhu. Naja mit genügend Drogen überlebte ich auch dieses Festival.

Wieder zurück in Arnold, fuhren wir noch einmal auf die Inseln, diesmal mit der Familie von J. und A. und Freunden der Familie zu denen wir schöner weise auch gehörten. Es war nett mal ein paar Tage auszuspannen, ich hab in der Zeit viel gelesen. J.O. verließ die Inseln mit J. schon früher um zu einem Hip Hop Festival zu fahren.

Wir trafen uns in der nähe von San Jose wieder, wieder bei A. Freund, diesmal leider ohne veganes Essen und auch ohne Öko-Hippies. Dafür aber mit der Aussicht am nächsten Tag nach Vancouver zu fliegen und zu fahren.

Vancouver war die Stadt von unserem Trip wo ich mir hätte vorstellen zu bleiben. Die Stadt ist ein bunter  Mix aus asiatischer, europäischer und amerikanischer Kultur. Auch durfte mensch hier wieder ab 19 trinken und damit auch feiern. Wir haben das natürlich genutzt und sind auf eine Elektroparty gegangen. Einziger Nachteil um drei machen die Clubs zu. Das heißt du bist vollkommen drauf und musst gehen. Naja halb so wild.

Die nächsten Tage sind wir auf einen kleinen Trip  in die Natur gefahren und haben mitten im Wald ein DJ Set, mit Boxen und Dj’s gefunden. Die Party war zwar am Abend vorher aber die Musik spielte immer noch. War für 2 Stunden ganz nett, dann wurde die Musik zu minimal.

Wieder in Vancouver trafen wir C. den wir auch schon auf dem ersten Festival kennen gelernt haben und der die gleiche Person in Vancouver besuchte. Er bot uns an ihn am Schluss unseres Trips in Oakland zu besuchen. Was wir gerne annahmen.

Von Kanada gings dann nach Tahoe genauer Inlcime, am Lake Tahoe. Hier besuchten wir P. in seinem Haus, welches er sich mit 2 New Yorkern, einer  Person aus Washington (wenn ich mich nicht irre) und einem Freund aus Arnold teilte. Eine sehr nette und amüsante Wohngemeinschaft.

Lake Tahoe ist einer der klarsten Gewässer die ich jeh gesehen haben. Mensch kann überall auf den Grund gucken und erkennt alles.

Von Tahoe aus sind wir mit dem Bus nach Oakland, ab ins Ghetto zu C. und wenn ich Ghetto sage dann meine ich leider auch Ghetto, es gab zwei Schießerein in der Zeit wo wir da waren und ich bin mir ziemlich sicher auch in der letzten Nacht einen Schuss gehört zu haben. In Oakland bzw. San Fran lernten wir auch H. kennen eine sehr nette Person mit einem unheimlich lieben Pittbull namens Nettie. Ich habe mich selten so gut mit einem Hund verstanden.

Naja und dann sind wir auch schon wieder zurück geflogen.

Mich hat diese Reise noch mal davon überzeugt, das Anti-Amerikanismus keinen Sinn hat da dieses Land so groß ist das mensch es nicht alles über einen Kamm scheren kann. Es wäre umgefähr so als würde mensch Europa über einen Kamm scheren. Darüber hinaus hat mich die just do it Mentalität sehr beeindruckt, es ist bringt so viel mehr Spaß als das deutsche kenn ich nicht mag ich nicht.

Mal was anderes

Posted September 14, 2009 by sechstagebismorgen
Categories: Uncategorized

da ich diesen Blog immer mehr vernachlässige und Freunde von mir einen neuen Blog eröffnen, wo ich mitmachen kann. Schließe ich mich diesem neuen Projekt an.

Der neue Blog heißt HATE YOUR HEIMAT und ist unter http://hateyourheimat.wordpress.com/ zu finden. Mein letzte Artikel wird mein erster im neuen Blog sein.

Vieleicht werde ich hin und wieder hier nochmal meine persoenlich, politische Probleme mit dieser Welt kundtun, bis dahin sieht mensch sich auch dem neuen Blog…

Schanzenfest Reloaded, ja leider……

Posted September 14, 2009 by sechstagebismorgen
Categories: Geselschaft, Linke Szene, Politik

Als ich den USA las dass es ein zweites Schanzenfest geben würde, freute ich mich und ich muss sagen ich freute mich auch über die Aussicht auf Randale nach dem Fest. Da mir Hippie Kalifornien und die Peace und Frieden Mentalität langsam auf die Nerven ging. Als ich dann – wieder zurück in Deutschland – in verschiedenen Foren die Bitte las doch bitte friedlich zu bleiben, konnte ich mich zwar mit dem Gedanken anfreunden hielt ihn aber für vollkommen utopisch.

Als ich dann selber auf dem Fest stand und mich erst mal an die Menschenmassen gewoehnt hatte, stimmte ich damit überein dieses Fest friedlich zu gestalten. Immerhin ist es einer der wenigen Chancen, Menschen aus allen Teilen dieser Gesellschaft  zu zeigen das mensch auch ohne Staat und weites gehend ohne Nation zu feiern kann. Das mensch statt deutschen Gesetzbuch auch einen friedlichen Konsens leben oder vielleicht erst mal nur feiern kann. Ich habe mich sehr wohl gefuehlt und mir kam der Gedanke dass wir an solchen Tagen Dingen wie Kommunismus viel näher stehen als in all den pseudo- politischen Aktionen, die die Linke sonst ausübt. Dieser Gedanke wurde gerade dadurch bestärkt das Menschen aus allen teilen der Gesellschaft an diesem Fest teilnehmen. Waeren Gruppen wie die Sol oder andere komische Sekten nicht da, hätte mensch fast vergessen können dass wir in Deutschland sind. Selbst der Stand der SED, pardon, der Partei des Oskar Faschismussees, pardon, der Partei „Die Linke“ musste einpacken.

Begleitet wurde der Tag von verschiedener, hauptsächlich elektronischer, Tanzmusik, einem breitgefächerten kulinarischem Angebot und der Möglichkeit auf dem Flohmarkt und anderem Ständen auch mal für weniger Geld viele lustige, aber auch Kritik würdige Dinge zu erwerben.

Mit einem Kissenschlacht Flashmob wurde dann beim Anbruch der Dunkelheit gezeigt dass  auch friedlich „Randale“ bzw. „Gewalt“ ausgeuebt werden kann.

Klingt soweit nach einem ausgelassenem Fest mit Spaß fuer alle. Als ich dann aber in den Flora Park ging wurde mir schlagartig klar, dass wenn mensch Deutschen einen Freiraum gibt, sie ihn zu einem Rechtsfreien Raum im Volksfest Charakter umwandeln so wie es ihnen gefällt.

Es war ein großes Feuer, mitten unter den Baeumen entzündet worden . Auf  dem salles was nicht Niet und Nagelfest war verbrannt wurde. Scheißegal welches Material, scheißegal ob es explodieren konnte oder Menschen anderweitig  verletzen konnte. Jedes mal wenn es Knallte johlte der Mob, das mir kalte Schauer über den Rücken liefen. Hinzu kamen dann rufe wie „Wir kommen aus Hamburg und nicht aus Italien wir haben die allergrößten Genitalien“ neben „Alerta Alerta Antifascista“ oder “ gebt den Nazis die Straße zurück Stein für Stein“ welches vielleicht ein Aufruf dazu war sie selbst zu steinigen, aber ich glaube mehr der Ausdruck von einer enormen Dummheit.

Menschen die wenigstens noch ein wenig Verstand hatten und versuchten das Feuer zu begrenzen, so dass es nicht auf die Bäume übergreift , wurden beschimpft und weggeschubst. Ein durch und durch widerliches Bild.

Aber immerhin machten die Menschen auf der Straße vor dem Park noch friedlich Party und versuchten Fahrradmaentel  über Straßenlaternen zu werfen, bei Erfolg teilweise unter so großem Applaus das wir dachten die Randalen beginnen.

Was sie dann auch leider taten.

50-100 Krawallkiddies dachten sich (wie schon bei den Osterfeuern im Florapark der letzten paar Jahre) wenn die Polizei nicht zu uns kommt, müssen wir halt zur Polizei kommen (wer mir diese Logik erklären kann ist herzlich zu einem Kommentar eingeladen, ich dachte immer das Freiraeume, deswegen Freiraeume sind, weil sie ohne Staat, Nation und (im Moment eher unmöglich) Kapital auskommen und aus dem Grund auch ohne Polizei). Und sich aus dieser Logik zu Lerchenwache bewegten um eben diese anzugreifen. Nachdem einige Scheiben zu Bruch gegangen sind sahen sich die Randalierer dann plötzlich mit 20 BFE’lern konfrontiert und flüchtete anscheinend über den neuen Pferdemarkt in die Schanze, den gleichen wegen nahm kurz darauf auch die Polizei allerdings mit 5 Wasserwerfern und mehreren Hundertschaften an Fußvolk. Der Rest war dann wirklich Schanzenfest reloaded… Ich hätte nicht gedacht das ein so schöner Freiraum, sich in einen so widerlichen rechtsfreien Raum umschlagen kann, getragen von Besoffenen die aus 10 Metern keinen Wasserwerfer treffen können, deutschen Menschen verschiedener Herkunft, sehr deutschen Linken, so wie einer prügelnden Polizei.

Ich hoffe das die Menschen die Spaß am Freiraum und am feiern hatten, sich nicht abschrecken haben lassen und das naechste Mal wiederkommen. Und das naechste mal auch bereit sind diesen nicht nur gegen die Polizei zu verteidigen. Ich werde mir das nächste mal auf jeden fall zweimal überlegen ob ich friedlich gegenüber solche Idioten bleibe…..

America 18:00 09.07.09

Posted Juli 10, 2009 by sechstagebismorgen
Categories: Uncategorized

Seit dem ersten siebten befinden wir uns jetzt in america. P. hat uns vom Flughafen abgeholt und wir sind direkt auf ein Festival gefahren. Das High Sierra Festival ist eine Mischung zwischen Hippies, Menschen die nicht zu geben Hippies zu sein und zwar qualitativ guter nach der Fusion aber absolut langweiliger Jammusik. Ich hab die meiste Zeit meinen Jetleg auskuriert und viel geschlafen und gegessen. Letztenendes war auch die Musik mit genug Drogen im Blutkreislauf ertragbar und hin und wieder sogar tanzbar.

Mittlerweile sind wir in Arnold bei P.s Mom. Die Natur um Arnold herum ist berauschend. In den Bergen kann mensch ziemlich gut wandern gehen.

Ich bin ein wenig traurig das Schanzenfest verpasst zu haben. Kompetente politische Menschen scheinen im hier leider eher Mangelware zu sein, auch wenn ich gluecklich darueber bin mal ein wenig abstand von Politik zu haben, misse ich doch diskussionen und das gefuehl von politisch kompetenten Menschen umgeben zu sein. Die einzigen politischen Statesments die ich bis jetzt mitbekommen habe waren ein bush und mc Cain Aufkleber und zwei free palestine Aufkleber. Beides nicht ganz so das non plus ultra.
Tja ja was gibt es sonst noch zu sagen, aehnlich wie in de haben auch hier die menschen auf dem land ein vorliebe fuer getunte autos, besonders wenn es um die Musikanlage geht. Die meisten bekommen es dann aber nicht hin den bass zu bedienen so das er die ganze zeit scheppert.

Und achja ich hab die meisten email adressen auf meinem notebook zu hause und nicht online.

der schönste Tod, ist der auf Tanzfläche…

Posted April 23, 2009 by sechstagebismorgen
Categories: Ablenkung

Drogentod

Partyspaß

Hedonismus,

ohne Maß

alles nehmen

Spaßgeselschaft

alle Macht,

für den Tanz

lichter Pracht

meine Augen ,

für den Glanz

Rausch

Ekstase

Helles Licht,

feiert weiter,

ohne mich

Antifaschismus ist nur ein Teil des Ganzen….

Posted April 23, 2009 by sechstagebismorgen
Categories: Linke Szene, Politik

Antifaschismus als politische Idee und als Bewegung, in einer emazipatorischen kommunistischen Bewegung, darf nur als ein Teil des so genannten Ganzen gesehen werden. Es ist ein Teilsaspekt des Kampfes und der Arbeit für eine „besser“ emanzipierte Geselschaft. Antifaschismus ist ein wichtiger Aspekt, da Faschisten, Rassisten, Nationalsozialisten eine starke Bedrohung für  Kommunisten und alle Menschen die für eine emanzipierte Geselschaft kämpfen darstellen. Sie sind neben der Polizei die Gruppe mit dem größten Gewaltpotenzial.

Antifaschismus ist wichtig da er für die Freiheit und Unversehrtheit von Menschen kämpft. Dennoch ist es kein absoluter Kampf, da Antifaschismus nicht in eine „bessere“ Geselschaft  führt, sondern zu einer besserung dieser Geselschaft führt und nur einen (von vielen) Grundsteinen für eine emanzipierte Geselschaft legt.  Es wird mit der Aufhebung von faschistischen Tendenzen in diesem System, aber nicht dem System geschadet die Unterdrückung durch den Parlamentarismus und den Kapitalismus bleibt bestehen und auch diskriminierende Phänomene wie zum Beispiel: Sexismus und Antismemtismus oder Lookismus werden weder gestört noch zerstört.

Die parlamentaristische Demokratie wird durch einen einseitigen Antifaschismus -welcher keine weitere Forderungen stellt- eher noch gestärkt. Da sich radikale Gruppen gegenseitig bekämpfen und die eine Seite ihr Hauptziel (zumindest sollte es dies meine Meinung nach sein), die emanzipation einer Geselschaft und jedes einzelnen Menschen, aus  den Augen verlieren.

Ein reiner Antifaschismus führt in diesem System, meiner Meinung nach, in die Sackgasse des Parlamentarismus. Darüber hinaus sorgt diese unreflektierte Radikalität für einen Bruch mit der Geselschaft und einerhergehend mit diesem,  zu einer unglaubwürdigkeit der Linken in der Geselschaft, die sie(die Linke) eigentlich durch eine individuelle Emazipation verbessern will.

wem rechtschreibfehler oder inhaltliche fehler bzw. fehler in der grammatik aufallen bitte melden da ich diesen text unter dem einfluss von alkohol geschrieben habe da ich mich sonst nicht mehr diesem thema erbarmen kann

Baut eine, zwei, drei Mauern….

Posted März 24, 2009 by sechstagebismorgen
Categories: Politik

In Haifa wurde am Samstag ein Attentat verhindet. In einem Auto wurden mehrere dutzend Kilo Sprengstoff gefunden. Experten zufolge hätte das eine Explosion vergleichbar mit 15 Selbstmord Attentäter ergeben.  Die Autonomie behörde teilte darauf am Sonntag mit das die Hisbollah mehrfach versucht hätte Palästinenser für Anschläge in Israel zu rekrutieren. Ich weiß nicht ob die Autonomiebehörde diese Information vorher an Israel oder den Mossad weitergeleitet hat. Aber ich finde es komisch das eine solche Information erst am nächsten Tag in die öffentlichkeit kommt. Es wirkt wie ein Schuldabwendung um im nachhein um zu verhindern das es weitere Repressionen gegen Palästinenser an den Grenzübergängen und in Westbank gibt.

Ich finde diese Schuldabwendung kommt zu spät . Warum wurde Israel nicht im Vorfeld gewarnt, warum wurden die Hisbollah Agenten nicht festgesetzt, als sie Kontakt zu Fatah mitgliedern aufgenommen haben. Dieser Anschlag, auch wenn er vereitelt wurde, ist eine Bestätigung der rechten Regierung und ihrem Kurs. Erleine aus diesem Grund kann ich nicht verstehen , dass die Autonomie-Behörde nicht früher reagiert hat. Beschweren sie sich nicht über die erste Mauer die gebaut wurde, meinen sie nicht diese würde die Palästinenser in ihrer Freiheit beschränken (was ich nicht bezweifel), ist nicht die Mauer aus ihrer Sicht der Grund für den minimalen Wachstum ihrer Wirtschaft. Schadet die Mauer ihnen nicht? Aber warum tun sie dann nichts dagegen das diese Mauer überflüssig wird? Oder will sie nicht das diese Mauer überflüssig ist, weil dann heraus kommt das das minimale Wirtschaftswachstum auf ihrer Korruption beruht ? Oder brauchen sie die Mauer als Legtitmation für ihre anit-israelische Politik? Das wäre auch nicht verwunderlich schließlich machen ja sowohl die Fatah mit ihrer Korruption als auch die Hamas mit ihrer ganzen Politik seit Jahren nichts anderes.

So lange aber weiter Terror droht sollte Israel vieleicht einmal Westbank abriegeln, damit Israelis endlich in Frieden leben können . Vieleicht fangen  aber auch die palästinensischen Konflikparteien wirklich einmal ihre Kinder mehr zu lieben als das sie Israel hassen. Bis dahin baut eine, zwei, drei Mauern…..

Das Ende

Posted März 8, 2009 by sechstagebismorgen
Categories: Linke Szene, Politik

Der Schnitt ist vollendet, ich bin aus der Gruppe ausgetreten. Die Gruppe besteht weiterhin auch wenn die tragenden Menschen ausgetreten sind. Teilweise aus Solidarität zu dem Beschuldigten zum Anderem, weil sie aus diesen Gründen gegangen wurden. Ich stehe weiterhin zum Beschuldigten, da er mir zum einen viel Bedeutet, zum anderen, weil ich dem „Opfer“ unterstelle seine Grenzen niemals Artikuliert oder deutlich zu gemacht zu haben und sie darüber hinaus auch selber zu verwischen. Während der Beschuldigte in der Beziehung mehr als einmal seine Grenzen klar gemacht, sie diese aber nicht befolgt hat. Was für ihn, weniger schlimm war da er die Grenzen aufgestellt hatte um sie nicht zu verletzen. Ich habe  Zweifel, das es dabei um die Grenzüberschreitung von ihm geht als vielmehr darum das sie es nicht geschafft hat seine Grenzen zu Berücksichtigen und ihm daraus jetzt einen Vorwurf macht und ihre zusätzlichen Probleme auf ihn projiziert.

Für mich ist die Aufrechterhaltung der Gruppe ein Schlag ins Gesicht. Ich finde es zum einen schade das es nicht die Möglichkeit gab einmal ohne die beiden Beteiligten darüber zu reden um Hinterfragen zu können ohne als Täterschützer dazu stehen. Gerade, weil ich nicht der einzige Zweifler bin und es auch außerhalb unserer Gruppe Menschen gibt die zweifeln, obwohl wenig mit dem Beschuldigten zu tun haben. Zum anderen bin ich enttäuscht darüber das einem Mitglied unserer Gruppe, das Vertrauen abgesprochen wird ohne auf die Einzelheiten des Geschehenen einzugehen und ohne ihm die Möglichkeit zu geben, zu erfahren was ihm Vorgeworfen wird. Ich fordere nicht ein das er sich rechtfertigt oder eine Plattform dafür bekommt, da ich es keinem  „Opfer“ antun will sich auch noch die Rechtfertigungen dafür anhören zu müssen(Auch wenn ich in diesem Fall  das Opfer infrage stelle). Dennoch sollte er wenigstens die Chance bekommen aus seinen Fehlern zu lernen. Auch sollte ihm noch mal die Möglichkeit gegeben werden sich von der Gruppe zu verabschieden und erfahren wie die Gruppe und die Menschen in der Gruppe zu ihm stehen.

Ein letzter Schnitt

Posted März 8, 2009 by sechstagebismorgen
Categories: Linke Szene, Politik

Ich scheide die letzte Verbindung zur linken Szene ab. Es ist ein Schnitt durch eine Faser, die viel dicker ist als ich mir eingeredet habe. Es schmerzt diesen Schnitt zu führen. Es schmerzt sowohl der Gedanke, als auch ihn zu führen. Fühlte ich mich dieser Szene doch immer noch angehörig.

Es bleibt eine Narbe in meinen Ideen, meinen Träumen, meiner Hoffnung, die mich doch irgendwie mit dieser Szene verbunden haben. Sie war eine  Gemeinschaft, die in schlechten Zeiten wie eine Familie für mich war, mit der ich viel verbunden habe.

Ich fühle mich Ohnmächtig, ich habe das Gefühl diesen Schnitt nicht selber zu wollen. Meine Gruppe, die mich zuletzt noch mit der Szene Verband, steht kurz vor der Auflösung.

Ein guter Freund von mir wurde beim letzten Plenum aufgefordert die Gruppe zu verlassen, ein anderes Mitglied fühlte sich von ihm in seinen Grenzen verletzt und hält seine Anwesenheit nicht mehr aus.

Für mich steht ihre Definitionsmacht nicht in Frage und ich würde diesen Entschluss auch Akzeptieren. Doch habe ich Zweifel, ob er der Auslöser für ihre Probleme ist. Ich habe das Gefühl, dass sie Probleme auf ihn projiziert, für die er nichts kann.

Dieser Verdacht macht es mir schwer in dieser Gruppe noch weiter zu arbeiten. Ich kann nicht mit dem Gedanken leben einen Mitkämpfer, Freund, Vertrauten zu Verlieren, welcher ein tragendes Mitglied dieser Gruppe ist/war. Ein Mensch mit dem ich das Gefühl hatte, dass diese Arbeit einen Sinn machte. Ich bin nicht erleine, viele von uns zweifeln und wissen nicht ob sie weitermachen wollen. Es ist ein Gefühl von Ohnmacht, das mich an den Kampf meines Vaters um meine kleine (Halb-)Schwester erinnert. Er musste diesen Kampf aufgeben und verlor seine Tochter und ich meine Schwester. Hier gewann die Definitionsmacht der Mutter.

Der Konflikt  zwischen der bedingungslosen Akzeptanz und dem Zweifel, dem Wunsch des Hinterfragens. Ist auch ein Konflikt mit der Szene. Wir/ich können uns nicht für den Beschuldigten entscheiden oder es hinterfragen ohne mit den Normen diese Szene zu brechen und als Täterschützer dazustehen. Ohne diese Szene hätte die Gruppe keinen Sinn mehr, weil sie auf dieser aufbaut (leider). Das Problem ist, das dieses Problem nicht als ein Problem unserer Gruppe gesehen wird sondern das sich die Szene einmischt ohne die Komplexität des Themas zu begreifen. Sie beruft sich dabei auf Normen, die für die Allgemeinheit festgelegt sind, Vergisst aber, dass jeder dieser Fälle individuell behandelt werden muss. Auch berücksichtigt sie nicht das die Opferrolle missbraucht werden kann, ja fördert dies sogar da nicht hinterfragt wird. Es wird kein Raum geboten in dem sich das Opfer öffnen kann, es wird keine Möglichkeit gegeben, das der Täter seine Grenzüberschreitung einsehen kann , um für sich die Konsequenzen zu bestimmen. Dieser Umgang gibt nicht die Möglichkeit einer Lösung, er schließt aus und verhindert eine Reflexion die zu einer Änderung  der Verhaltensweisen führt. Im Moment werden die Täter verbannt, wozu? Damit sie dann außerhalb der Szene die gleichen Dinge noch mal machen? Ich glaube erst wenn Mensch und Szene sich auch mit dem „Täter“ auseinander setzt und ihm die Möglichkeit gibt sich zu reflektieren, wird er sich verändern. Dies legt natürlich die Bereitschaft des „Täters“ voraus. Auch muss jeder Fall neu bewertet werden. Dabei muss der Grad der Verletzung  unbedingt beachtet werden. Um die Konsequenzen bestimmen zu können.

Verbannen kann jeder, ein besseren Umgang schaffen, reflektieren, Hilfe bieten, vielleicht sogar therapieren und letzen Endes wieder zu einer Gemeinschaft werden, sollten eine solidarische Szene eigentlich schaffen.

Da ich nicht damit Leben kann den Beschuldigten auszuschließen und ein Nichtausschluss den Vorwurf des Täterschutzes mit sich zieht. Breche ich mit dieser Szene, die mich enttäuscht und einschränkt.

Ich habe mich dazu entschieden selbst zu gehen, den Schnitt selbst zu führen.

Es ist mir lieber selber zu gehen, als vertrieben zu werden. Ein Kampf gegen die Szene würde den Verlust vieler Freunde und bekannte bedeuten und das nicht nur für mich, da ich nicht der einzige Zweifler wäre der in diesen Krieg ziehen würde.

Die einzige Verbindung bleiben Freunde und die Idee eines Neuanfanges mit dem ohnehin geplanten Studium in einer anderen Stadt.

p.s.

Die oben genannten Forderungen sind schwer zu erreichen, dennoch sind sie für mich wichtig. Da ich es selber mitbekommen habe wie solche Vorwürfe missbraucht wurden und werden. Für mich geht es dabei nicht nur um den Täter der die Chance der Reflexion bekommen, sondern auch um Glaubwürdigkeit  von Opfern die damit in Mitleidenschaft gezogen werden. Auch ist mir bewusst das es Taten gibt bei den so ein Vorgehen nicht möglich ist und wo  sich die Linke vielleicht doch einmal aus ihrer Parallelwelt heraus bewegen sollte und das „System“ nutzen sollte.

3 Dinge in aller Kürze…

Posted Januar 12, 2009 by sechstagebismorgen
Categories: Ablenkung, Linke Szene, Politik

Zum ersten, weil es mir das wichtigste Anliegen ist. Am nächsten Samstag findet eine Kundgebung mit dem Motto : “ Solidarität mit Israel! Stoppt den Terror der Hamas“, statt ( Ida-Ehre Platz um 18 Uhr und das wird der 17te sein). Ich hoffe das viele, auch linke  Menschen da sein werden, um ihre Solidarität kundzutun. Gerade nach den Ereignissen am 3. Oktober letzten Jahres (damals wurden Israelfahnenträger auf einer Demo angegriffen) finde ich wird es Zeit das in Hamburg ein Zeichen gesetzt wird.

Das zweite Ding ist eine frohe Botschaft , die mich letzten serreichte und die ein wenig mit dem oben Gennantem zu tun hat. So haben  sich nähmlich, wenn ich mich recht an das Datum erriner, in der Nacht vom ersten zum zweiten Januar, einige Menschen dazu entschieden, einen Böller in die B5 zu werfen. Dessen Mitglieder waren damals beim 3ten Oktober mit an dem Angriff beteiligt. Außerdem beherbergte die B5 zu diesem Zeitpunkt auch einen Rap-Kumpanen von Holger Burner, der so tolle Sachen von sich gibt wie „ihr seid das Volk“ oder „USA internationale Völkermordzentrale“. Dies und Ähnliches musste ich mir auch von den Nazis in Salzwedel anhören aber das nur nebenbei. Diese Aktion, um noch darauf zurück zu kommen, erntet meine volle Solidarität, erst recht, weil niemand dabei verletzt wurde und  alle mit einem Schrecken davon gekommen sind. Wir wollen uns ja nicht auf ein Level mit Denen begeben.

Als letztes will ich dann noch ein Film empfehlen. Und zwar „Funny Games U.S.“. Wer menschliche Abgründe mag und auch gerne mal Menschen leiden sieht ist hier genau richtig. Auch wenn ich allgemein gegen den Missbrauch von Macht bin und auch gut damit leben könnte das alles Friede, Freude, Eierkuchen ist, finde ich es spannend zu sehen wie Leben ,gerade wenn sie eigentlich glücklich in dieser Geselschaft sind  (also zu den unreflektierten Gewinnern gehören), zerstört werden. Nicht aus Sozialneid aber bei solchen Menschen ist das entsetzen darüber wozu der Mensch alles im Stande ist meist am größten, sie sind naiv und können nicht fassen warum ihnen jemand so etwas antut. Hinzukommt das mir in diesem Film einfach auch die beiden Hauptpersonen sympathisch sind.

Nett nicht?