Ok der nächste Artikel kommt früher als Gedacht, aber nach dem ich meine USA Reisetagebuch dermaßen vernachlässigt habe hier wenigstens noch ein kleine Bericht.
Wir sind wie schon erzählt in San Fran gelandet und von da aus direkt auf ein Hippie Festival gefahren.
Danach waren wir erst mal eine Woche bei P. in der J.O. krank geworden ist. Naja vielleicht war es doch nicht so schlecht das ich das Festival verschlafen habe, ich blieb nämlich gesund. Dadurch war ich die ersten Abende ein wenig auf mich gestellt, was nicht so schlimm war ich hatte ja P. an meiner Seite. Und all die anderen Menschen haben mich freundlich aufgenommen. Ich musste feststellen das durch das angehobene Trinkalter von 21 die Partykultur sich von der deutsche unterscheidet. Hatte ich mich von Trinkspielen noch nie begeistern lassen (ein genossenes Bier ist ein besseres Bier), hatte ich auch gedacht das mensch dies mit dem Alter von 17 bis 18 Jahren hinter sich lässt, Pustekuchen, hier war mensch sogar noch Kreativer im erfinden von Trinkspielen. Vielleicht liegt das daran das mensch nicht wirklich auf Partys gehen kann.
Nachdem wir die erste Woche mit chillen und Hauspartys verbracht haben und J.O. wieder fit wurde unternahmen wir einem Trip auf zu einem See ca. eine Stunde von Arnold entfernt. Wir zelteten auf einer Insel auf dem See, was ziemlich nett war.
In der nächste Woche besuchten wir den Nationalpark Yosemite, einem sehr schönem Areal was aber voll von Touris war. Hier begann ich zu verstehen warum viele der Menschen hier der Idee des Lokalism verfallen waren. Einer Bewegung die forderte das wir uns alle in Kommunen zurück ziehen und aufgrund von Subsistenzwirtschaft mit der Natur im einklang leben. Nachvollziehen konnte ich es dennoch nicht.
Das nächste Wochenende sind wir dann nach Santa Cruz wo A. studiert hat. Ein Stadt voller Neo-Hippies. Aber dennoch ganz nett. Unsere nächste Station war ein Haus in der Nähe von San Jose wo wir Freunde von A. besuchten. Hier lernte ich einige Menschen kennen die sich dem Organic Movement (mein Persönlicher Name für die Bewegung) verschrieben haben, einer Öko-Hippie Bewegung, die mich ans Wendland erinnert hat. Lustige Menschen, mit politischem Interesse und Verständnis. Dadurch und durch das vegane Essen, fühlte ich mich ein wenig an die Szene zu Hause erinnert, was sehr gut Tat. Am nächsten Tag gings dann wieder nach Hause, nur um dann zwei Tage später nach Humbold county zu fahren. In J. Haus. Welches dank dem californischem Gesundheitssystem mit einem outdoor und einem indoor Growhouse ausgestattet war. Humbold ist ist im gegensatz zu Calavers county mehr grün und das Klima ist kälter. Was sehr angenehm war. In Arcata, der Stadt wo wir verweilten war es fast immer bewölkt, was mich stark an Hamburg erinnert hat.
Nach Arcate sind wir auf ein weiteres Festival gefahren. Reagge juhu. Naja mit genügend Drogen überlebte ich auch dieses Festival.
Wieder zurück in Arnold, fuhren wir noch einmal auf die Inseln, diesmal mit der Familie von J. und A. und Freunden der Familie zu denen wir schöner weise auch gehörten. Es war nett mal ein paar Tage auszuspannen, ich hab in der Zeit viel gelesen. J.O. verließ die Inseln mit J. schon früher um zu einem Hip Hop Festival zu fahren.
Wir trafen uns in der nähe von San Jose wieder, wieder bei A. Freund, diesmal leider ohne veganes Essen und auch ohne Öko-Hippies. Dafür aber mit der Aussicht am nächsten Tag nach Vancouver zu fliegen und zu fahren.
Vancouver war die Stadt von unserem Trip wo ich mir hätte vorstellen zu bleiben. Die Stadt ist ein bunter Mix aus asiatischer, europäischer und amerikanischer Kultur. Auch durfte mensch hier wieder ab 19 trinken und damit auch feiern. Wir haben das natürlich genutzt und sind auf eine Elektroparty gegangen. Einziger Nachteil um drei machen die Clubs zu. Das heißt du bist vollkommen drauf und musst gehen. Naja halb so wild.
Die nächsten Tage sind wir auf einen kleinen Trip in die Natur gefahren und haben mitten im Wald ein DJ Set, mit Boxen und Dj’s gefunden. Die Party war zwar am Abend vorher aber die Musik spielte immer noch. War für 2 Stunden ganz nett, dann wurde die Musik zu minimal.
Wieder in Vancouver trafen wir C. den wir auch schon auf dem ersten Festival kennen gelernt haben und der die gleiche Person in Vancouver besuchte. Er bot uns an ihn am Schluss unseres Trips in Oakland zu besuchen. Was wir gerne annahmen.
Von Kanada gings dann nach Tahoe genauer Inlcime, am Lake Tahoe. Hier besuchten wir P. in seinem Haus, welches er sich mit 2 New Yorkern, einer Person aus Washington (wenn ich mich nicht irre) und einem Freund aus Arnold teilte. Eine sehr nette und amüsante Wohngemeinschaft.
Lake Tahoe ist einer der klarsten Gewässer die ich jeh gesehen haben. Mensch kann überall auf den Grund gucken und erkennt alles.
Von Tahoe aus sind wir mit dem Bus nach Oakland, ab ins Ghetto zu C. und wenn ich Ghetto sage dann meine ich leider auch Ghetto, es gab zwei Schießerein in der Zeit wo wir da waren und ich bin mir ziemlich sicher auch in der letzten Nacht einen Schuss gehört zu haben. In Oakland bzw. San Fran lernten wir auch H. kennen eine sehr nette Person mit einem unheimlich lieben Pittbull namens Nettie. Ich habe mich selten so gut mit einem Hund verstanden.
Naja und dann sind wir auch schon wieder zurück geflogen.
Mich hat diese Reise noch mal davon überzeugt, das Anti-Amerikanismus keinen Sinn hat da dieses Land so groß ist das mensch es nicht alles über einen Kamm scheren kann. Es wäre umgefähr so als würde mensch Europa über einen Kamm scheren. Darüber hinaus hat mich die just do it Mentalität sehr beeindruckt, es ist bringt so viel mehr Spaß als das deutsche kenn ich nicht mag ich nicht.
